Was ist aus dem Rasch-Modell geworden?
Zusammenfassung. Das Rasch-Modell hat sich als Herausforderung an die klassische Testtheorie bei der Konstruktion und Entwicklung von Testinstrumenten nicht durchgesetzt, was wiederum der Meßtheorie von Rasch in der universitären Lehre einen nachrangigen Platz zuweist. In dem Beitrag wird argumentiert, daß das Rasch-Modell aus modelltheoretischer Perspektive heraus gar nicht als Konkurrent, sondern als komplementäres Modell zur klassischen Testtheorie zu verstehen ist. Die eigentlich neuen Impulse für eine Fortsetzung der Diskussion um die Rasch-Meßtheorie ergeben sich jedoch aus den Weiterentwicklungen, die dieses Gebiet aufzuweisen hat. Es werden fünf Richtungen der Verallgemeinerung des Rasch-Modells dargestellt, woraus ersichtlich wird, daß eine umfangreiche Familie von Modellen entstanden ist, die sich auf komplexere Datenstrukturen bezieht und auch komplexere Annahmen über die Antw...
Jürgen Rost (1999). Was ist aus dem Rasch-Modell geworden?. Psychologische Rundschau, 50(3), 140-156. https://doi.org/10.1026//0033-3042.50.3.140